Paul die Buche

Das ist Paul.

Paul ist ein Baum – eine Buche und er ist knapp 100 Jahre alt. Das ist noch ziemlich jung für eine Buche, denn Buchen können bis zu 500 Jahre alt werden. Paul ist ca. 20 Meter hoch. Das ist eine normale Größe für eine Buche in diesem Alter. Buchen können sogar bis zu 30 Meter groß werden. Paul ist also im besten Alter und wenn man das mit Menschenjahren vergleichen würde, wäre Paul ca. 25 Jahre alt.

Bild: © Klaus Heidel „Paul die Buche“

Paul ist ein zufriedener Baum. Und weil er so zufrieden ist, macht er viele tolle Sachen:

Die Wurzeln:

  • Er hält sich mit seinen Wurzeln in der Erde fest, damit er sicher steht.
  • Dadurch verhindert er aber gleichzeitig, dass das Erdreich vom Regen weggespült oder vom Wind weggeweht wird. Das ist auch für uns Menschen sehr wichtig. Denn ohne Boden könnten die Bauern kein Getreide und kein Gemüse anbauen. Danke Paul.
  • Mit seinen Wurzeln, die immer feiner werden, sucht er aber auch das Grundwasser in der Erde. Das Wasser und damit auch die Salze und Mineralien die tief in der Erde stecken, nimmt er auf. Paul „trinkt“ also, damit er nicht verdurstet. Aber durch das Saugen mit seinen Wurzen hält er das Wasser auch in den oberen Bodenschichten fest. Das ist sehr gut, denn wenn Paul das nicht macht, würde das Wasser immer tiefer in die Erde versickern und oben auf den Feldern und in den Gärten würde alles vertrocknen. Danke Paul.

Die Leitungsbahnen:

  • Das Wasser mit den Salzen und Mineralien fließt nach oben durch Pauls Leitungsbahnen. Es wird durch den ganzen Baum bis rauf in die Baumkrone zu den Blättern „gepumpt“. Diese Leitungsbahnen kann man sich so ähnlich wie die Adern der Menschen vorstellen.

Die Blätter:

  • Hier an seinen Blättern gibt es an der Blattunterseite kleine Spaltöffnungen, die Stomata. Mit den Stomata macht Paul etwas richtig tolles: Die Photosynthese.

Die Photosynthese:

  • Die Photosynthese ist ein biochemischer Prozess, bei dem der Gasaustausch stattfindet und das Wasser verdunstet, „transpiriert“ wird. Dafür öffnet sich die Stomata und lässt etwas Wasser entweichen. Mit Hilfe von Sonnenlicht und Kohlenwasserstoffdioxid werden bei der Photosynthese Zucker, Eiweiß, Fett und Sauerstoff hergestellt. Die Eiweiße und den Zucker benötigt der Baum um zu wachsen. Die Fette lagert er als Reserve für schlechte Zeiten ein. Den Sauerstoff benötigt er für sich selbst fast gar nicht und „atmet“ ihn einfach wieder aus.
  • Er „atment“ den Kohlenstoffdioxid – das ist das, was wir Menschen ausatmen – ein und dann den für uns Menschen so wichtigen Sauerstoff aus. Danke Paul. Denn ohne Sauerstoff könnten keine Menschen und keine Tiere überleben.
  • Das Wasser wird dabei in die Luft abgegeben. Dadurch wird unsere Luft befeuchtet und abgekühlt. Das merkst du im Wald am besten. Hier ist es im Sommer immer etwas kühler und die Luft ist angenehm feucht. Das fühlt sich gerade an heißen Tagen richtig toll an. Paul ist mit all den anderen Bäumen so etwas wie eine Klimaanlage für die ganze Erde. Danke Paul.
Bild: © Klaus Heidel „Photosynthese“

Das Wetter:

Paul mag es am liebsten, wenn das Wetter ständig wechselt. Er mag die Sonne genau so gern, wie den Regen.

Bild: © Klaus Heidel „Paul mag Sonne“

Die Sonne:

Die Sonne ist wichtig, damit Paul Photosynthese machen kann. Nur mit der Sonne kann Paul die für ihn wichtigen Stoffe, wie Zucker, Eiweiß und Fette produzieren. Das ist mit der Nahrung der Menschen zu vergleichen. Nur mit Nahrung braucht Paul nicht zu hungern und kann wachsen und groß und stark werden.

Bild: © Klaus Heidel „Paul mag Regen“

Der Regen:

Der Regen ist auch sehr wichtig für Paul. Denn nur wenn es regnet, finden seine Wurzeln auch Wasser in der Erde. Und dieses Wasser benötig er zum Trinken, um nicht zu verdursten. Und nur wenn es regelmäßig und ausreichend regnet, befindet sich genügend „Grundwasser“ in einer Bodentiefe, in der die Baumwurzeln gelangen können.

Das Wetter verändert sich in den letzten Jahren. Es regnet nicht mehr so regelmäßig und ergiebig und manchmal lange Zeit überhaupt nicht mehr.

Das macht dem Paul schon ganz schön zu schaffen.

Bild: © Klaus Heidel „Paul leidet unter den Wetterveränderungen“

Grundwasser:

Wenn es lange nicht regnet, sinkt der Grundwasserspiegel ab und Paul kommt nur noch mit den längsten Wurzeln an das immer tiefer sinkende Wasser. Er kann nicht mehr soviel trinken, wie er eigentlich müsste.

Bild: © Klaus Heidel „Paul leidet unter Hitze und Trockenheit“

Die große Trockenheit:

Die Trockenheit lässt den Grundwasserspiegel immer tiefer in die Erde sinken, so dass Paul bald gar nicht mehr an das wichtige Wasser gelangen kann.

Durst:

Dadurch hat der Paul einen fürchterlichen Durst. Und deswegen hat Paul auch einen fürchterlichen Hunger! Hunger? Warum Hunger?

Hunger:

Da Paul jetzt kein Wasser mehr durch seine Leitungsbahnen pumpen kann, muss er seine Spaltöffnungen an den Blättern schließen. Wenn die Stomata verschlossen sind, findet auch keine Photosynthese statt. Ohne Photosynthese kann Paul kein Zucker, keine Eiweiße und auch keine Fette produzieren. Er muss hungern.

Bild: © Klaus Heidel „Kein Regen, kein Wasser, keine Photosynthese“

So leidet Paul an dieser großen Trockenheit nicht nur Durst und Hunger. Dadurch kann er auch nicht seine Wurzeln weiter wachsen lassen, damit sie tiefer in die Erde gelangen können, um das Wasser in größeren Tiefen zu erreichen.

Hilfe:

Wenn du einen Baum in deinem Garten hast, oder ein Stadtbaum steht vor deinem Haus an der Straße, dann hilf ihm doch, indem du diesen Baum jeden Tag einen Eimer Wasser schenkst. Natürlich sollen wir alle Wasser sparen. Aber was hältst du davon, wenn du das Wasser, das du in der Küche zum Waschen von Obst und Gemüse brauchst, in eine Schüssel auffängst, die du in der Spüle aufstellst? So verhinderst du, dass dieses tolle und noch beinahe saubere Wasser ungenutzt im Ausguss verschwindet. Mit diesem Wasser kannst du mindesten einen Baum wie Paul am Leben halten. Es wäre doch toll, wenn Paul auch weiterhin für uns:

  • Schatten spendet,
  • im Sommer die Temperaturen senkt,
  • unser Haus vor Stürmen schützt,
  • die Luft reinigt,
  • Tieren einen Lebensraum und Nahrung bietet,
  • toll aussieht,
  • den Boden festhält,
  • das Wasser nicht versickern lässt und
  • für uns den lebensnotwendigen Sauerstoff produziert, den wir zum Atmen benötigen.

Lasst und Paul und seine Freunde unterstützen.

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